Karnevalssession 2010

Lange haben sie darauf gewartet: Die Karnevalssession 2010 hat für unser diesjähriges Kinderprinzenpaar Sophie I. und Noah I.  samt 4-köpfigem Gefolge, den beiden Pagen Luca und Kilian, Hofdame Darleen sowie Hofnarr Samuel, begonnen.

Monatelange Vorbereitungen liegen hinter uns. Es wurden Fotos für Buttons, Sponsorenbriefe und Orden geknipst. Etliche Sponsoren aus nah und fern wurden angeschrieben. Texte für die Auftritte wurden geschrieben und wieder verworfen. Was tragen die Eltern? Wie werden die „Hoheiten“ frisiert?  Unzählige offene Fragen wurden auf Zetteln notiert. Es wurden Listen erstellt über Höhe und Art der Spenden und Ausgaben. Fährt das Prinzenpaar in einer luxuriösen Kutsche mit Pferden oder wird ein Karnevalswagen gemietet? Schließlich entschieden wir uns wegen des unsicheren Wetters für den klassischen  Wagen. Es wurde auch bald einer in Köln ausfindig gemacht und nach persönlicher Begutachtung durch die Prinzessin für gut befunden.

Dann war der Zeitpunkt endlich da: der Text saß, die Kostüme auch. Nervös und aufgeregt starteten die Kinder zum ersten Auftritt in die Mehrzweckhalle von St. Sebastian: das Prinzenpaar war zum Bunten Abend der „Basjaneser Möhnen“ geladen worden. Doch das Lampenfieber war völlig unbegründet, das Publikum war begeistert. Es wurden Orden verteilt und entgegengenommen.

Dies war der Auftakt einer Woche voller karnevalistischer Termine. So waren die Kids bei Lotto Rheinland-Pfalz in Koblenz, beim Prinzentreffen der RKK in Bendorf, bei der Verbandsgemeinde Weißenthurm und der Ortsgemeinde St. Sebastian eingeladen.

Der Schwerdonnerstag wurde mit einem kräftigen Frühstück beim „Bäcker Karl“ begonnen. Anschließend zog das Gefolge mit den Möhnen zum Kindergarten und zur Grundschule. Überall wurden wir herzlich empfangen. Es wurde getanzt und gelacht. Und natürlich gab es für jedes Kind aus Kita und Schule ein kleines Präsent vom Prinzenpaar. Nach dem „offiziellen Teil“ ging es erst einmal in die Gaststätte „zur Stadt Koblenz“, wo man bei Würstchen und Pommes Mittagspause machte.

Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es dann zum Möhnenkaffee ins Jugendheim. Dort konnte der letzte Hunger mit Kuchen und belegten Brötchen gestillt werden. Der Tagesabschluss wurde in der Gaststätte „zum Anker“ gefeiert, bei dem ein leckeres Schnitzel natürlich nicht fehlen durfte.

Es war eine anstrengende aber auch sehr schöne Woche für den Hofstaat und dessen Gefolge. Alle freuten sich  auf das „große Finale“, den Karnevalsumzug am Karnevalsamstag in St. Sebastian.

Am Morgen des Umzuges dann der Schock: der gemietete Wagen hatte lt. Vermieter einen Batterieschaden und konnte nicht kommen. Was tun? Wurde doch ein riesiger Berg Wurfmaterial angehäuft um dem Prinzengefolge alle Ehre zu machen. Schnell wurde nach Alternativen gesucht. Zu Fuß gehen? Auf keinen Fall!! Auf einen Wagen der Möhnen oder der Mütterverein einnisten? Auch das wäre – trotz der hilfsbereiten Angebote – nur ein Notlösung, denn sowohl Möhnen als aus Mütterverein hatten ja bereits eigene starke Wagenbesatzungen.

Ein würdiger Ersatz musste her, aber wo sollten wir diesen so kurzfristig herbekommen? Zum Glück hat man Freunde mit Freunden. Genannte Freundesfreunde hatten „Connections“ zur Karnevalsgesellschaft von Kettig mit eigenem Wagenverleih. Dort wurde zum Glück noch ein schöner Wagen außerplanmäßig nur für uns zur Verfügung gestellt und in Windeseile mit dem kurzfristig organisierten Traktor (danke an Werner und Thomas) nach St. Sebastian geholt. Zwischenzeitlich stimmten sich die „Daheimgebliebenen“ wartend mit dem Musikverein auf den Zug ein. Es gab Bier, Sekt und heiße Würstchen. Trotz Zeitdruck war die Stimmung wieder auf dem Hoch!

Schnell wurde der Wagen beladen, das Prinzenschild angebracht und mit ein paar Ballons geschmückt. Dann ging der Triumphzug der beiden Hoheiten endlich los. Glücklich fuhren Kinder und Eltern zur Zugaufstellung. Der Umzug war der Höhepunkt der diesjährigen Karnevalssession. Viele bunte Fußgruppen waren zu sehen, zum Glück auch mit einem prachtvollen Prinzenwagen. Das Wetter spielte mit und die vielen Besucher am Straßenrand waren die Entschädigung für den hektischen Vormittag.

Nach dem Karnevalszug, der wie immer viel zu kurz war, marschierten die Kinder ein letztes Mal in der Mehrzweckhalle ein. Die Stimmung war ausgelassen und die Kinder glücklich, dass die Woche so toll verlaufen war.

Mit der Karnevalssession 2010 ist für alle Beteiligten ein großer Traum in Erfüllung gegangen. Zwar sind die närrischen Tage vorüber, aber viele tolle Erinnerungen werden uns bleiben.